Nach den Regatten der 420er und der Aeros stand nun das Ansegeln – zugleich der erste Lauf zur Vereinsmeisterschaft – auf dem Programm. Der Vorstand hatte im Vorfeld per Rundmail kräftig die Werbetrommel gerührt und dabei auch auf das kulinarische Rahmenprogramm mit Steaks und Würstchen vom Grill hingewiesen. Die Bitte um Anmeldung über Manage2Sail zeigte Wirkung: Sage und schreibe 20 Boote meldeten sich an.
Meine morgendliche Konsultation diverser Wetter-Apps ließ allerdings wenig Gutes erwarten. Wie schon an den Tagen zuvor sah es nach sehr wenig Wind aus. Bei meiner Ankunft am See gegen 12 Uhr bestätigte sich dieser Eindruck: spiegelglattes Wasser auf beiden Seen. Marco Columbo, für den es bereits der dritte Regattaeinsatz in diesem Jahr war, hatte mit den Regattahelfern dennoch alles vorbereitet, sodass einem Start um 13 Uhr eigentlich nichts im Wege gestanden hätte.
Bei der Steuermannsbesprechung – Begrüßung, Kurs, Rundenanzahl, das Übliche – wurde jedoch zunächst mangels Wind eine Startverschiebung verkündet. Für mich die perfekte Gelegenheit, noch ein paar Kleinigkeiten am Boot zu richten und das eine oder andere „Fach“-gespräch zu führen. Andere nutzten die Pause, um überfällige „Gartenarbeiten“ an ihren Liegeplätzen zu erledigen und dabei die „unüberwindliche“ Distanz zwischen der nächstgelegenen Steckdose und elektrischem Rasenmäher kreativ zu überbrücken.
Dann die Überraschung: Der Wind setzte ein – schwach, aber segelbar. Das Startschiff verlegte auf den Westsee, der Kurs wurde ausgelegt. Also schnell in die Segelklamotten, Boot ins Wasser und ab zur Startlinie.

Die Wettfahrten

Bei sehr leichtem, aber segelbarem Wind startete Marco den ersten Lauf. Kurs, Windrichtung und Startlinienlage führten zu einem dichten Gedränge am Startschiff – der Start war bereits die erste Herausforderung. Das blieb auch in den folgenden Läufen so.
Auf der Bahn setzten sich die Finns (Stefan Schuler, Bernd Blaß, Georg Feurer, Frank Knoch und ich) in allen Läufen rasch vom Feld ab und lieferten sich ein internes Duell. Stefan war an diesem Samstag schlicht nicht zu schlagen und überquerte in jedem Lauf als erste Jolle die Ziellinie.
Bernd nutzte seinen Zieleinlauf im ersten Lauf für ein unfreiwilliges persönliches „Anbaden“: Ein plötzlicher Winddreher erwischte ihn kalt, und er musste sein Boot kurzzeitig verlassen. In den weiteren Läufen blieb er dann – zur allgemeinen Erleichterung – an Bord.
Die Rennen waren geprägt von engen Positionskämpfen, Winddrehern und der Frage, ob die rechte Seite der Bahn nun wirklich den erwarteten Vorteil bringen würde. Ab dem dritten Lauf frischte der Wind etwas auf und wurde konstanter, was die Wettfahrten noch attraktiver machte.

Der gemütliche Teil

Nach vier Läufen hatte Marco ein Einsehen und entließ uns in den zweiten, nicht minder wichtigen Teil der Veranstaltung. Dank vieler helfender Hände warteten pünktlich zum Ende der Wettfahrten Leckereien vom Grill und ein reichhaltiges Salatbuffet auf uns.
Während wir uns stärkten, rang Marco dem Manage2Sail-System die Ergebnisse des Tages ab, die ihr online einsehen könnt. Tagessieger wurde – wenig überraschend – der „unschlagbare“ Stefan Schuler im Finn, gefolgt von Julius Karst im Optimist und mir auf Platz drei.
Bei bestem Wetter ließen wir den Tag auf der Terrasse ausklingen – auf der neuen, wirklich sehr schönen Bestuhlung – mit guten Gesprächen und dem einen oder anderen (non-)alkoholischen Getränk. (@Frits: gezellig, hoor ?)

Ein besonders erfreulicher Aspekt

Sehr positiv fiel mir die starke Beteiligung der Jugend auf: Sechs Boote aus der Opti- und 420er-Gruppe waren am Start. Julius Karst machte mir mit seinem Optimisten sogar den zweiten Platz in der Gesamtwertung streitig – und so darf ich gemäß alter Finn-Segler-Tradition diesen Bericht schreiben.

Dank

Im Namen aller Teilnehmer ein herzliches Dankeschön an:
• alle Helfer auf dem Wasser und an Land, besonders jene, die spontan eingesprungen sind
• alle Mitglieder, die Kuchen- und Salatspenden beigesteuert haben
• den Vorstand für die Organisation des Rahmenprogramms an Land
• alle Mitsegler für ihre rege Teilnahme
Alles in allem eine rundum gelungene Veranstaltung, bei der nicht nur der sportliche Wettkampf, sondern vor allem das Vereinsleben im Mittelpunkt stand.
Gruß Stephan Bauer

Mit unserer ersten Clubregatta gab es einen tollen Start in die Segelsaison 2025. Noch vor dem ersten Lauf zog unser Wettfahrleiter Marco die Tonnen vom Ostsee auf den Westsee, da sich erst kurz vor dem geplanten Start der Wind richtig einstellte. Es konnten 4 schöne Läufe bei gutem Wind, der durchzogen war von kleinen Böen, gesegelt werden.

7 Jugendboote gingen an den Start, einige Regattaneulinge waren auch dabei. Insgesamt führten die Finn das Feld in der Wertung an, Stephan Bauer ganz vorne, gefolgt von Jürgen Paffrath und Stephan Gunder. Margaret konnte sich mit Ihrer Europe ins Finn-Feld schieben. Julius Karst ging als erster Jugendsegler mit dem Opti in Ziel, dahinter folgten in der Ergebnisliste seine Eltern mit der First 14. Auch ein 420er Jugendboot mit Steuerfrau Larissa und eine RS Feva mit Thorben waren dabei, sodass ein buntes Bild aus insgesamt 19 Teilnehmern entstand.

Als Regattahelfer waren Stefan und Mario vor Ort. Frank Knoch unterstützte bei der Auswertung.

Abschließend wurde noch der Grill angeworfen und der Tag klang gemütlich auf dem Vereinsgelände aus.

Bericht: Barbara

…mit oder ohne Wind?

Als wir um kurz vor 13 Uhr auf unsere Boote sprangen, sah der See noch ziemlich glatt aus. Unser Wettfahrtleiter Marco hatte die Tonnen auf dem kleinen See ausgelegt und bis zum Start kam tatsächlich etwas Wind auf. Da im ersten Lauf wegen des unsteten und drehenden Windes kein richtiger Downwind-Kurs möglich war, wurde auf dem großen See ein neuer Kurs betonnt und wir konnten einen schönen 2.Lauf starten, der dann in einer großen Flaute endete. Im Schneckentempo krochen wir in Richtung Ziel. Kaum zu glauben, dass kurz vor dem Start zum 3.Lauf urplötzlich Wind aufkam und wir die Regatta gut zu Ende segeln konnten.

Etwas Glück war für alle 13 SeglerInnen unseres Vereins auch dabei, denn bei so wenig Wind steckte der ein oder andere schon mal in einem Windloch fest, während andere gut Strecke machen konnten. Ein Gutes hatte der wenige Wind: es bestand so gut keine Kentergefahr…

Folgende Bootsklassen waren auf dem Wasser: Laser Pico, Opti, 420, Dyon 16, Conger, Jeton, Contender, Finn und Aero7. Die Finn und Aero hatten die Nase vorne und Stephan Bauer gewann die Regatta, gefolgt von Sebastian Karst und Georg Feurer. Als bester Jugendsegler freute sich Julius Karst über einen Pokal.

Bei milden Temperaturen klang der Abend auf unserer Clubterrasse aus und alle genossen das Beisammensein bei Steak, Wurst und mitgebrachten Salaten.

Das Ansegeln fand in diesem Jahr nur am Samstag statt. Das Wetter in Biblis spielte den Segelnden gut mit und so blieb es den ganzen Tag trocken bei einem Sonne-Wolken-Mix und Nordwest-Wind. Wettfahrtleiter Marco Colombo legte bei dieser Internen Regatta den Kurs selbst und nach der Steuerleutbesprechung konnte die erste Wettfahrt mit etwas Verspätung beginnen. Die drei gesegelten Wettfahrten waren von gutem Wind begleitet, nur im dritten Lauf schlief er zwischenzeitlich ein. Die beiden Optis konnten sich in den Wettfahrten an der Spitze halten und blieben auch in der Gesamtwertung vor Max Müller (3. Platz).
Nach dem Abschluss des dritten Laufs wurden die Segelnden mit Steaks und Würstchen vom Grill versorgt, danach ehrten Marco (Wettfahrleiter) und Conny (Leiterin Sportausschuss) die Segler bei der Siegerehrung und verteilten kleine Erinnerungspreise, sowie Pokale für die Kinder.

Bericht: Fabio Platz

Ansegeln 2022

23. - 24. April 2022

In diesem Jahr konnte seit 2019 erstmals wieder das Ansegeln stattfinden. Bei fast 20°C, 3-4 Bft Wind und bewölktem Himmel, konnte Wettfahrtleiter Marco Colombo am Samstagmittag pünktlich um 14 Uhr die erste Wettfahrt starten. Das Seglerfeld war traditionell gut gemischt, von Finn- über Laser- und Aero-Seglern nahmen auch 2 Opti-Segler und ein 420er Team teil. Insgesamt waren 17 Teilnehmer auf dem See. Die drei gesegelten Wettfahrten fanden alle am Samstag statt, Sonntag konnte dann leider nicht mehr gesegelt werden, da sich eine regnerische Flaute eingestellt hatte.
Am Samstagabend hat das Wetter allerdings noch gehalten. So wurde im Anschluss an die Wettfahrten gegrillt und die Teilnehmer konnten den ersten Segel Tag 2022 gemeinsam ausklingen lassen.
In der Regatta konnte sich Maximilian Müller im Finn gegen seine Vereinskollegen mit zwei ersten Plätzen durchsetzen und wurde nur einmal aufgrund der Yardstick-Wertung von einem Opti überholt. Den 2. Platz belegte Sebastian Karst mit seinem RS Aero 7, gefolgt von Georg Feurer auf dem 3. Platz im Finn Dinghy. Die drei Segler verzichteten während der Siegerehrung auf ihre Pokale und reichten sie weiter an die vier Teilnehmer aus der Segeljugend. Dies kam bei den Kindern natürlich super an und noch besser wurde es, als sie in den Pokalen Gummibärchen fanden.
Alles in allem war das Ansegeln in diesem Jahr sowohl seglerisch als auch für die Gemeinschaft des Segelverein Biblis ein toller Saisonauftakt, der Lust auf die kommende Regattasaison macht.
Unser Dank für das schöne Wochenende gilt natürlich dem Wettfahrtleiter Marco und seinen Helfern, dem Küchenteam und Conny für ihre Organisation im Vorfeld.

Bericht: Fabio Platz