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Wind frischt erst spät auf

08.10.2021

35 Grad und wolkenloser Himmel, so präsentierte sich das Wetter bei der ersten Regatta seit Beginn der Corona-Pandemie beim Segelverein (SV) Biblis. Statt kräftiger Wind herrschte eher Flaute. Dies machte es äußerst schwierig, die geforderten vier Läufe für die Hessenmeisterschaft zu absolvieren. Am Ende gewann Jürgen Eiermann vom SV Biblis die Regatta und auch die Hessenmeisterschaft.
Die neue Sportausschussvorsitzende Conny Müller zeigte sich sehr zufrieden mit der Regatta-Organisation: „Die Hygienemaßnahmen wurden vollständig eingehalten, es gab keine besonderen Vorkommnisse und keine Proteste“, lautete ihr Fazit. Nur der Wind zeigte sich wechselhaft. So konnte am Samstagnachmittag lediglich ein Lauf gesegelt werden.
Achtzehn Teilnehmer hatten sich für die Regatta in der olympischen Klasse Finn Dinghy gemeldet. „Von weit her konnten erstmals wieder Teilnehmer anreisen, vom Stuttgarter Yachtclub, Offenburger Segel-Club oder auch vom Yachtclub Immenstaad am Bodensee wurden die Segel gehisst. Das Gros stellten die Hessen aus Dreieich-Langen, Werratalsee und mit elf Teilnehmer der Segelverein Biblis“, berichtet Ulrike Falkenstein vom SV. Allerdings startete in diesem Jahr keine einzige weibliche Teilnehmerin, was vermutlich der Segelklasse geschuldet war, die ein gewisses Mindestkörpergewicht von rund 80 Kilo voraussetzt.
Souverän leitete Wettfahrtleiter Jens Krauß die Regatta und berichtete: „Nachdem auch am Sonntag einige Läufe abgebrochen werden mussten, frischte der Südostwind ab Mittag auf und es konnten schlussendlich vier Wettfahrten mit einem Streicher gewertet werden – genug für die Hessenmeisterschaft. Die Windverhältnisse waren typisch für Biblis, der Wind kommt immer nach der Regatta.“ Die Finns auf dem Wasser forderten auch dieses Mal die Aufmerksamkeit der DLRG Biblis. Christian Schäfer, Vorsitzender des Ortsverbands und seine Helfer, mussten jedoch nicht weiter eingreifen, da die Segler, die ins Wasser fielen, von alleine wieder auf ihre Boote klettern konnten. Das Wasser war ja warm und diente als willkommene Abkühlung. Glücklicherweise ist sonst nichts passiert.
Der dominierende Regatta-Sieger und Gewinner der Hessenmeisterschaft hieß dann Jürgen Eiermann vom SV Biblis. Er entschied drei Läufe für sich, gefolgt von David und Detlev Guminski vom Segelclub Langen. Maximilian Müller vom Segelverein Biblis wurde Vierter.
Jürgen Eiermann zeigte sich überglücklich. „Diese Regatta war etwas ganz Besonderes für mich“, so Eiermann, der vor allem das Organisationsteam des SV sehr lobte. Das Engagement sei außerordentlich gewesen, denn es war nicht sicher, ob eine Regatta überhaupt stattfinden könne. „Fallende Inzidenzwerte machten es dann doch möglich, und wir konnten unseren Vereinssport wieder auch im Wettkampf genießen. Bemerkenswert war, dass sich das Miteinander positiv entwickelt hat, jeder kümmert sich um jeden, und diese Regatta setzt ein großes Zeichen auch für andere Sportvereine“, befand Eiermann.

Finn Dinghy Regatta 2021

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Perfekte Regatta mit hochklassigem Segler-Feld

04.10.2021

Kaiserwetter mit Windstärken von drei bis vier Beaufort Nordost bestimmten das Regatta-Wochenende am Riedsee in Biblis. Jürgen Eiermann vom Segelverein Biblis nahm mit seinem Gesamtsieg die Ranglisten Punkte für die Deutsche Meisterschaft mit. Gefolgt von Klaus Reffelmann vom Westfälischen Yachtclub Delecke und Detlev Guminski vom Dreieich Segelclub Langen.
Drei Tage lang wurde die zweite Runde der Hessenmeisterschaft und der Ranglistenregatta Finn Dinghy ausgetragen. In der olympischen Einmannboot-Klasse traten 23 Boote an. Für den SV Biblis meldeten sich davon 12 Segler an. „Wir hatten ein qualitativ und quantitativ gut besetztes Feld. Die Top-Segler aus dem Südwesten waren alle da,“ berichtet Detlev Guminski, der hessische Finn Obmann. Das Wettfahrtleitungsteam unter Jens Krauss hatte die Regatta jederzeit fest im Griff. Auch er zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ablauf: „Wir hatten perfekten Wind, konstant drei bis vier Beaufort stark und in den Böen oft 5 Beaufort. Wir konnten deshalb auch die sogenannte „Pump-Regel Nummer 42 aussetzen.“
Die vier gültigen Läufe über je fünf Runden im klassischen Up and Down-Kurs wurden im Schnitt in 40 Minuten absolviert. So konnten am Samstag schon drei Läufe gewertet werden. Am Sonntagmorgen starteten die Finn Dinghy Segler zur letzten Wettfahrt und die Regatta endete pünktlich zum Mittagessen ohne weitere Vorkommnisse. „Lediglich ein Massenfehlstart führte zum Startabbruch, danach verlief der Wettkampf bis auf einige Kenterungen regelgerecht.
Die starken Böen führten zwar zu einigen Kenterungen, die die Segler souverän beherrschten. Die Männer vom DLRG mussten nicht eingreifen, sorgten jedoch jederzeit für Sicherheit auf dem See.
Favorit und Lokalmatador Jürgen Eiermann erwischte stets den besten Wind, passierte die Tonnen reibungslos und konnte die vorgegebene Strecke zweimal für sich entscheiden. Er nutzte klar seinen Heimvorteil in dem kleinen Bibliser Segel-Revier auf dem östlichen Riedsee. „Freies Pumpen bringt einfach noch mehr Geschwindigkeit, kostet aber auch enorm viel Kraft“, erklärt er seine Strategie. Viele interessierte Zuschauer an Land konnten diese sportliche Finesse mitverfolgen.
Am Sonntagmittag wurde die Siegerehrung vorgenommen. Günther Probst vom Vorstand des Hessischen Seglerverbandes überreichte bei strahlendem Sonnenschein den Erstplatzierten der Hessenmeisterschaft Urkunden mit Bronze-, Silber- und Gold- Medaillen. Jürgen Eiermann erhielt Bronze. Die Plätze eins und zwei belegte die Familie Guminski mit Vater Detlev mit Gold und Sohn David mit Silber. „Die Hessenmeisterschaft wird nur unter „Hessen“ ausgetragen. Die Segler müssen Mitglied in einem hessischen Club sein. Dann gibt es zwei Regatten die gewertet werden. Eine in Langen und eine in Biblis.“ Diese Jahr dominierte Detlev Guminski, der mit Germany 92 in Biblis Dritter wurde,“ erklärte Günther Probst die Wertung und überreichte die Medaillen.
Die Verpflegung mit ungarischem Gulasch, Spaghetti Bolonaise und Gegrillten Bratwürsten machte die Finn Regatta wieder zu einem fröhlichen Treffen. Für die Bewirtung sorgten die Mitglieder des SVB unter der Regie von Rainer Blüm und Sabine Kratz.

Artikel: Ulrike Falkenstein

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