Kaiserwetter mit Windstärken von drei bis vier Beaufort Nordost bestimmten das Regatta-Wochenende am Riedsee in Biblis. Jürgen Eiermann vom Segelverein Biblis nahm mit seinem Gesamtsieg die Ranglisten Punkte für die Deutsche Meisterschaft mit. Gefolgt von Klaus Reffelmann vom Westfälischen Yachtclub Delecke und Detlev Guminski vom Dreieich Segelclub Langen.
Drei Tage lang wurde die zweite Runde der Hessenmeisterschaft und der Ranglistenregatta Finn Dinghy ausgetragen. In der olympischen Einmannboot-Klasse traten 23 Boote an. Für den SV Biblis meldeten sich davon 12 Segler an. „Wir hatten ein qualitativ und quantitativ gut besetztes Feld. Die Top-Segler aus dem Südwesten waren alle da,“ berichtet Detlev Guminski, der hessische Finn Obmann. Das Wettfahrtleitungsteam unter Jens Krauss hatte die Regatta jederzeit fest im Griff. Auch er zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ablauf: „Wir hatten perfekten Wind, konstant drei bis vier Beaufort stark und in den Böen oft 5 Beaufort. Wir konnten deshalb auch die sogenannte „Pump-Regel Nummer 42 aussetzen.“
Die vier gültigen Läufe über je fünf Runden im klassischen Up and Down-Kurs wurden im Schnitt in 40 Minuten absolviert. So konnten am Samstag schon drei Läufe gewertet werden. Am Sonntagmorgen starteten die Finn Dinghy Segler zur letzten Wettfahrt und die Regatta endete pünktlich zum Mittagessen ohne weitere Vorkommnisse. „Lediglich ein Massenfehlstart führte zum Startabbruch, danach verlief der Wettkampf bis auf einige Kenterungen regelgerecht.
Die starken Böen führten zwar zu einigen Kenterungen, die die Segler souverän beherrschten. Die Männer vom DLRG mussten nicht eingreifen, sorgten jedoch jederzeit für Sicherheit auf dem See.
Favorit und Lokalmatador Jürgen Eiermann erwischte stets den besten Wind, passierte die Tonnen reibungslos und konnte die vorgegebene Strecke zweimal für sich entscheiden. Er nutzte klar seinen Heimvorteil in dem kleinen Bibliser Segel-Revier auf dem östlichen Riedsee. „Freies Pumpen bringt einfach noch mehr Geschwindigkeit, kostet aber auch enorm viel Kraft“, erklärt er seine Strategie. Viele interessierte Zuschauer an Land konnten diese sportliche Finesse mitverfolgen.
Am Sonntagmittag wurde die Siegerehrung vorgenommen. Günther Probst vom Vorstand des Hessischen Seglerverbandes überreichte bei strahlendem Sonnenschein den Erstplatzierten der Hessenmeisterschaft Urkunden mit Bronze-, Silber- und Gold- Medaillen. Jürgen Eiermann erhielt Bronze. Die Plätze eins und zwei belegte die Familie Guminski mit Vater Detlev mit Gold und Sohn David mit Silber. „Die Hessenmeisterschaft wird nur unter „Hessen“ ausgetragen. Die Segler müssen Mitglied in einem hessischen Club sein. Dann gibt es zwei Regatten die gewertet werden. Eine in Langen und eine in Biblis.“ Diese Jahr dominierte Detlev Guminski, der mit Germany 92 in Biblis Dritter wurde,“ erklärte Günther Probst die Wertung und überreichte die Medaillen.
Die Verpflegung mit ungarischem Gulasch, Spaghetti Bolonaise und Gegrillten Bratwürsten machte die Finn Regatta wieder zu einem fröhlichen Treffen. Für die Bewirtung sorgten die Mitglieder des SVB unter der Regie von Rainer Blüm und Sabine Kratz.

Artikel: Ulrike Falkenstein

Finn Dinghy Regatta 2018

05. - 06. Mai 2018